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composer Tiagaraja Adil Christoph Allenstein, © 2020   
aus:  Millennium Music Poetry  DAS BUCH DER GESÄNGE  

 

 


V.  Transcultural Mentoring


„Als ich mich in schnellem Flug von den materiellen Körpern entfernte, gelangte ich zu dem reinen und glücklichen Geist. Mit dem Auge des Geistes erblickte ich geistige Wesen. In jeder Sphäre und jedem Stern sah ich einen Geist. Als ich mich aber noch höher erhob, leuchtete mir der Glanz des Erhabenen; als das Leuchten stärker wurde, verschwand die Individualität, nur Gott existierte noch, und es gab keine Spur mehr von mir. Ich behielt weder Intellekt noch Erinnerung noch Geist; Ich entdeckte, dass all meine Geheimnisse nur Schatten waren. Dann kam ich zurück zur Engelintelligenz und von diesen Intelligenzen zurück zum Geist, und so schließlich wieder zu Körpern, die mich riefen (aufforderten).“ Azar Kayván, The Dabestan-e Madaheb, School of Manners – Der Grals-Kelch des Kay Khusraw
 

Werden die seelischen Kulturen spiritueller Männer von Frauen nicht mehr empfangen, wird die Menschheit von pandemieartigem 'unzeitigen Tod' heimgesucht: man übertüncht sein neurotisches Benehmen mit intellektuellen Phrasen und verblendeten Manieren – was sich über die ganze Welt ausbreitet. Ermangelt es Männern an offenbartem Heiligen Geist, werden Frauen in ihrem wichtigsten Gebiet [den Zentren: Geld, Sex und Macht] ständig in Erregung versetzt, ihre schöpferischen Energien werden staatlich missbraucht oder durch egoistische Eigenkunstverlangen sinnlos vergeudet: man identifiziert sich mit seiner Persönlichkeit, jagt maßlos Vergnügungen nach oder wird mystisch-spirituell selbstsüchtig. Dann nehmen Kinder Gewohnheiten an, mit denen sie sich selbst zerstören.
 

Der Mensch, der voller frommer Dogmen ist, neigt dazu, diese für sich zu starr zu halten: man erwartet dann, dass göttliche Frauen und gottbewusste Männer sich entsprechend nach dem dogmatischen Standard seines „Guten“ sich verhalten sollten. Wenn dann etwas nicht zur eigenen besonderen Vorstellung von Frömmigkeit passt, ist man bereit verurteilend zu kritisieren. Daher wurde der Gedanke und das Leben Krishnas von Künstlern, Dichtern und Musikern verwendet, daraus entstand eine neue Religion: die Religion des Erkennens des Göttlichen im natürlichen menschlichen Leben. Frauen haben ihren besonderen Standard von Gut und Böse, Recht und Unrecht. Dieser Maßstab gestaltet sich aus dem, was sie selbst in ihrem Intimleben bisher erlebt haben, was sie im TV gesehen haben, oder über andere gehört, und was meist mit dem zusammenhängt, wie sie als Embryo im Mutterleib vom Glauben an eine bestimmte Religion beeinflusst wurden, und auch, wie stark sie sich mit dem Geborensein in eine bestimmte Nation oder Rasse identifizieren. Was aber wirklich als gut oder schlecht, richtig oder falsch bezeichnet werden kann, ist das, was ihren göttlichen Geist tröstet bzw. diesem großes Unbehagen bereitet, dabei liegt die Unterscheidung zwischen Gut und Böse im Gemüt der Weiblichkeit. Obwohl es derzeit so aussieht, als ob weibliche Hysterie das Fehlverhalten von Männern in der Welt verursacht, ist es in der Tat das neurotische Ego der Männer, welches das Leiden der Menschheit hervorruft. Solange das Bedürfnis des Wesens 'Frau' nach dem kulturell-seelischen Geist der Männer nicht gestillt ist, können Frauen nicht glücklich sein; auch kann Fraulichkeit allein keine Zufriedenheit vermitteln. Materielle Beglückung kann durch eine seelische Störung ganz unvermutet in vollkommene Unzufriedenheit umschlagen, doch ist es sinnlos dies der 'weiblichen Hysterie' anzulasten, als wäre sie die wirkliche Ursache der Sorgen. Frauen sind nicht die eigentliche Quelle ihrer Ängste: es ist das seelenlose Spirituelle der Männer.
 

Um auf die Menschheit umfassend heilend einwirken zu können, brauchen Frauen einen Kollektivkörper. Solange aber der Geist der Männer diesen Kollektivkörper nicht belebt, sind Frauen schwach, sie können das Ausmaß universeller Weisheit, Liebe und Kraft ohne den Heiligen Geist der Männer nicht ausdrücken: der Organismus reagiert mit Krankheit. 'Heilung der Erde' wird daher nur möglich werden, wenn der Glaube der Frauen es zulässt, dass geistlich-spirituelle Männer sich im Gemeinwesen darum kümmern, das Herz des Weiblichen, seinen Körper und seine Seele in seine ›natürliche göttliche Ordnung‹ zu stellen. Abweichen vom natürlichen Zustand des Weiblichen bedeutet Krankheit der Menschheit.

 


Göttliche Mutter – Herrinnen auf dem Thron [alLat, alUzza, Manat]
[Diskurs der Universität: weltweite und weltoffene Objektivität]

S. Maria – Königin der Engel
'gebenedeit unter den Frauen' [Yogamaya: Lehren des Herrn]



The Cultural Creatives
Buddha {der Adler: oben links}; Rama {der Engel: oben rechts}
Krishna {geflügelter Stier: unten links}; Shiva
{geflügelter Löwe: unten rechts}

Chöre der Engel
(links) Frauen auf dem geistigen Pfad [Zuhören der Hysterikerinnen]
(rechts) Männer vor ihrem Initiationspfad [Sprechen der Analytiker]



Analytiker vergangener Zeit peinigten ihre Klientinnen mit deren eigenen Geschichten; aus der weiblichen Psyche verlasen sie ihnen Passagen, die sie dort ins Herz eingebrannt sahen, dabei sollten die Armen erklären, weshalb sie jenes gedacht und dieses gefühlt haben (Lacan: 'Der Sender erhält seine eigene Botschaft vom Empfänger in umgekehrter Form.' Seminar über E.A. Poes 'Der entwendete Brief'): man wollte sein Klientel leidensfähig machen.
 

Frauen können nur wenig für andere tun, solange sie selbst verwirrt sind oder leiden. Erst wenn der spirituelle Wille der Männer geistig-kulturell wird, kann spirituelle Intuition der Frauen Planetarisches Bewusstsein begründen. Heilen die Kulturell-Kreativen das weibliche Herz, erwacht Verantwortung für Planetin Erde und Frauen-Persönlichkeit gewinnt an Macht.
 

Dass Dialog Sinn annehmen kann, durch die Stimmen von Frauen und Männern,
die ebenso 'katholisch' sind wie die Zuhörerinnen – das ist eben das, was es verdient,
dass man dabei innehält, um zu erfahren, wo dieser Sinn hergenommen wird.
 

Il s'apparaît que pensée ne procède que par voie d'éthique. Encore faut-il mettre l'éthique au pas de la psychanalyse. Ce qui pense, calcule et juge, c'est la jouissance, et la jouissance étant de l'Autre, exige que l'Une {Immaculata Conceptio}, celle qui du sujet fait fonction, soit simplement castrée, c'est-à-dire symbolisée par la fonction imaginaire qui incarne l'impuissance, autrement dit par le phallus. (J. Lacan: Autres écrits. Le Seuil, Paris 2001, p 551)


Buchmalerei.
Fouquet, Jean; um 1415/20-1477/81. "Die heilige Dreifaltigkeit", um 1455.
Aus dem "Livre d'heures d'Étienne Chevalier". Arsani AG https://www.kunst-fuer-alle.de/

 

„Mein Geist wurde so sehr entrückt, dass mir schien, er befände sich fast ganz außerhalb des Leibes; zumindest erkennt man dann nicht, dass die Psyche noch in ihm lebt. Ich sah die allerheiligste Menschheit mit mehr überströmender Herrlichkeit, als ich sie je gesehen hatte und es wurde mir durch wunderbare und klare Erkenntnis gezeigt, wie der Herr an den Brüsten der Großen Mutter ruht. Ohne es zu sehen, war mir, als würde ich mich in Ihrer Gegenwart sehen. Es scheint, als läutere diese Vision die Seele der Frauen in hohem Maße und nehme dämonischer Sinnenwelt nahezu alle Kraft. Die Große Mutter ist eine gewaltige Flamme, die, so scheint es, alle Wünsche des Lebens verbrennt und zunichte macht; denn wenn ich sie auch, gottlob, nicht mehr auf nichtige Dinge richtete, wird mir hier doch so richtig klargemacht, wie alles Nichtigkeit ist, und wie null und nichtig sog. "Herrscherwürden" von hienieden sind. Welch' eine gewaltige Lehre, um unsere Wünsche zur reinen Wahrheit zu erheben! Dabei wird eine Ehrfurcht eingeprägt, die ich nicht beschreiben könnte, die aber ganz anders ist als alles, was wir hier erwerben können. Gar erfüllt es die Seele mit großem Entsetzen, zu sehen, wie Männer es wagten, oder Frauen es immer noch wagen können, eine so überaus große Majestät zu beleidigen. Ich mag die Auswirkungen von Visionen, und ich habe auch schon gesagt, dass es da mehr oder weniger Fortschritt gibt: hier ist er riesig.“ (nach Teresa von Ávila, Das Buch meines Lebens).
 

Körperlichkeit, Gefühl, Wahrnehmung, Gestaltungen, Bewusstsein, sie alle sind vergänglich; und was vergänglich ist, das ist leidvoll; und was leidvoll ist, das ist Nicht-Ich; was aber das Nicht-Ich ist, davon gilt: „Dies gehört mir nicht, das bin ich nicht, das ist nicht mein Selbst.“ So ist dies der Wirklichkeit gemäß mit rechter Weisheit zu verstehen. Diejenigen, die dies so mit rechter Weisheit verstehen, werden ihren Geist entsüchten und ohne Anhangen befreien von den Trieben. Der Spiegel der Seele ist aufgrund der Befreiung gefestigt; aufgrund des Gefestigtseins ist es befriedigt; aufgrund des Befriedigtseins süchtet es nicht. Ohne Süchten gelangt man aus sich selber heraus zur Freiheit: ‚Versiegt ist Leid, vollendet Heiliger Wandel, getan das Werk‘ – dergestalt erkennen wir. (Pali Kanon, Samyutta Nikáya, Khanda-vagga, 22.45)
 

Bevor Frauen ihre spirituelle Natur als Heilerinnen Unserer Welt wirklich entwickeln können, müssen Wunden aus der Kindheit geheilt, sodass eine Frau ganz sie Selbst ist, mit einem klaren Sinn seelischer Identität und Selbstständigkeit. Hier steht die Frauenarbeit der Kulturell Kreativen am Anfang fortgesetztem Wachstum und Entwicklung. Alsdann kann 'Der Spiegel der einfachen weiblichen Seele' der überwältigend und potentiell zerstörerischen Persönlichkeit der Männer guidance geben. Vermittels der Projektion des Gottes Ideals wird der Geist der Liebe geboren; denn: 'Wer im Spiegel die Herrlichkeit des Herrn schaut, verwandelt sich in dieses Bild.' Kraft der Übertragung (verliebt) beginnt sodann Männlichkeit sich zu wandeln. Der Liebende ruft aus: „Ich möchte genau so sein, wie Du.“ Haben Männer durch den göttlichen Blick 'von Herrlichkeit zu Herrlichkeit' zur SINN-Berufung gefunden, setzt Gegenübertragung ein. 'Wo der Sinn prävaliert, da ergibt sich Ordnung' (C.G. Jung, Synchronizität 1952). In anderen Worten, Männer sind jetzt liebenswerte "Hausgenossen" geworden, schöpferische Engel, 'die Christus dienen' (Markus 1:13).
 

Frauen lieben: „Dies ist unser Körper. So ist unsere Psyche. Hier sind unsere Gedanken, Gefühle und Eindrücke. Und das ist unsere Stellung im Leben: Wir identifizieren unser Selbst mit allem, was uns betrifft, und die Gesamtsumme von all dem nennen wir 'unsere Moral'.“ – S. Maria Magdalena muss sie lehren: 'Ich habe den Herrn gesehen. Ich richte aus, was er gesagt hat' (Johannes 20:18). Dann werden Frauen verherrlichen, dass diese Vorstellung von 'wir' falsche Identität ist, und praktizieren: „Indem wir uns im Herrn über uns selbst erheben, wird dieses beschränkte Selbst, welches das falsche Ego ausmacht, gebrochen, und wir erheben uns über die Beschränkungen des Lebens auf allen Ebenen der Existenzen. So durchbrechen unsere Seelen alle Grenzen und wir erfahren jene Freiheit, die unser tiefstes Verlangen ist. Es ist diese Verwirklichung, die uns Frauen zum wahren Verstehen des Lebens bringt. So lange wir dieses unbegrenzte göttliche Selbst nicht realisiert haben, leben unsere Männer ein seelenloses Leben der Illusion.“

 

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MILLENNIUM  MUSIC  POETRY
essence  Alpha et Omega

Inhaltsverzeichnis der einzelnen Kapitel:

Symphony Universel: sacred-music-festival
»significatio passiva«

Zhikr
Prolog
A. Das Buch der Gesänge
B.
Situation: Anamnesis und anā-Lyse
C.
I. Von den Inneren Bildern
     II. Von der Herren-Vernunft
D. Dieu sensible au Cœur
E.
Vulnerabilität des Herzens und Spirituelle Resilienz
F.
Die Antwort des Universums: 'Gottes Wundertaten'
G.
Fragen
H.
Appell an die Frauen
I.
Global Warning
   Zerstörung von Religion, Bildung und Kultur
J. Religionskriege
K.
Christentum und Ethics conference
L.
Wissen und Vision
M.
I. Der schöpferische Ausdruck von Liebe
    
II. Das Geheiligte, die Verehrung der Weiblichen Seite Gottes
    
III. Die Heilkraft der Liebe
    
IV. Bedeutung der menschlichen Beziehung
    
V. Der Heilige Gral
    
VI. Der heilige Kontakt
N.
Kulturelles Herz und Unbefleckte Empfängnis
O.
Beziehungs-Situation auf Planet Erde
P.
Über heilende Hormone und vergiftende Stoffe
Q.
Integral Ethics Unity in Multiplicity
    
Dialog
R. Women-Universel-Global-Ethics  
S. Healing – Awakening of Womanity
T. Interreligious Sciences of Sacred Art-Therapy
U. Ethics Conference and Dialogue
V. Transcultural Mentoring
W.
Mystik
X.
Gebete und Gesänge
Y.
Universel – Intertextual Human Experience
Z.
last words
Interreligious Sciences of Sacred Art-Therapy (ISSAT)
Omega
responsorium graduale
Ethik und Verwirklichung
Vom Flügelschlag der Schmetterlinge