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Inhaltsverzeichnis   essence  Alpha et Omega

 

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composer Tiagaraja Adil Christoph Allenstein, © 2021   
aus:  Millennium Music Poetry  DAS BUCH DER GESÄNGE  

 
   

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R.  Women-Universel-Global-Ethics
 

Nichts Wahrnehmbares in der ganzen Welt ist würdiger als Beispiel Gottes zu sehen, als die Große Mutter. Wie die Sonne alle Dinge belebt mit ihrer Wärme, so belebt die Große Mutter alle Dinge in ihrer Huld. Gerühmt wird ihre Liebe im Heiligen Qur'an: 'Verheiratet die noch ledigen jungen Frauen unter euch. Und diejenigen, die keine Möglichkeit zum Heiraten finden, sollen keusch bleiben, bis Gott sie durch seine Huld reich macht.' (Sure 24:32). Erkannt werden aber kann dies nur in einer con-fraternity Spiritualität der Frauen.
 

"Religionen" inszenieren Situationen, in denen bestimmte im Mutterleib erlernte Gefühle aufleben – jedoch ohne dass den Frauen der ursprüngliche Zusammenhang verständlich wird. Den Sinn dieses traurigen Spiels zu entziffern, ist erst im Dialog möglich, wenn die Inszenierung den Psyche-Analytiker {Archetyp Rama} einbezieht und die Verbindung der ursprünglichen Situation mit den im Dialog erlebten intensiven Gefühlen gelingt. Abwehrmechanismen sind begleitet von Verdrängung der ursprünglichen Situation und den dazugehörenden Gefühlen, die erst nach Jahren intensiven Dialogs zum Durchbruch kommen.
 

Eindringen unter das Bett. Man benützt Priester und Magier (Sündenvergeber) in großer Zahl. Heil! Kein Makel. (I GING 57.2: Das Sanfte). Im Dialog hat man es mit verborgensten Feinden zu tun, jenen ungreifbaren Einflüssen, die sich in die dunklen Winkel kollektiver Mutterherzen verkrochen haben und von dort aus die Menschheit suggestiv beeinflussen. Vor jeder Ethik ist es daher nötig, diesen Dingen bis in die geheimsten Winkel nachzuspüren, um festzustellen, um was für Einflüsse es sich handelt – es ist die Pflicht Shivas durch Initiation und Auslegung der Heiligen Schriften 'zur Belehrung, zur Widerlegung, zur Besserung und zur Erziehung' (2 Timotheus 3:16) zu segnen; Aufgabe des seelenanalytischen Heilers {Rama} ist es sodann, Seelen von krankmachendem Wahn zu befreien. Indem unkontrollierbare unterbewusste Einflüsse dialogisch ans Licht gebracht, gebrandmarkt, doch durch die Magie des Seelenblickes gleich vergeben sind, haben sie ihre Macht über den Menschen verloren. Das Anonyme unterbewusster Umtriebe erfordert unermüdliche Energie der Kulturell-Kreativen. Hier gilt das Schriftwort: „Wir sind bei euch, unseren Frauen, für die wir von neuem Geburtswehen erleiden, bis Christus in euch Gestalt annimmt (Galater 4:19) – euer Buchstabe tötet, unser Geist aber macht lebendig! (2 Korinther 3:6)“
 

Dialogue – Tavistock Working Conference  Da hören wir von Frauen, den recht internationalen Wesen, die vom Bund mit dem Narzissmus seelenloser Männer heftigste Verletzungen tragen. Aber diese Schuld – mag sie auch von Vererbung oder Natur herrühren – heilt nicht, wenn man den Blick hinwendet zu dem Fremden, sondern, dass auch Frauen ihren Pfad zur 'Erkenntnis durch Selbsterkenntnis' als heilige Seelen suchen: von oben, der göttlichen Macht, lassen sich »Gnade und Licht« in ererbte Finsternisse vergangener Generationen ausgießen. Geheimnisvolles Geheimnis des Heilens: die Heilerin 'Christus als Frau' {Ya Shafi} und das Heilmittel 'Große Mutter' {Ya Kafi: „Du bist allumfassend!“}.
 

Women-Global-Ethics  Vor dem 21. Jahrhundert hatten Frauen nur bedingt die Möglichkeit, zu ihrer Seelenstärke aufzustreben. Dies lag daran, weil die kulturelle Entwicklung (durch Opern, Medien, Funk und Fernsehen) lediglich von einem ständig anwachsenden psychologischen Willen vorangetrieben wurde, der nunmehr seine Spitze in Retreats zur spirituellen weiblichen Macht erreicht hat. Fehlt es Frauen dann aber an eigener Seelenführung, entwickeln Männer Dummlistigkeit. Sich dümmer stellen als Mann ist, geschieht nämlich aus diesem Grund: 'Es reizt den, der die Macht hat, weniger, wenn der Schwache nicht kann, als wenn er nicht will' (Robert Musil, Über die Dummheit). Heute aber, wo Frauen in der Praxis Buddhas die Möglichkeit haben sich über selbstsüchtige Natur zu erheben und nicht länger von ihr abhängig zu sein, kann im geistlich-seelenanalytischen Dialog der Kulturell-Kreativen offensichtlich werden: „Ich habe keine Innere Stimme des Herrn mehr, meine erloschene Seele tyrannisiert mein Leben und die Religion meines Mannes.“
 

Wenn Männer erst einmal eine bestimmte Meinung im Umgang mit Frauen sich angeeignet haben, geben sie im Dialog nicht gerne zu, dass sie sich geirrt haben; und auch wenn die meisten Frauen gelegentlich doch erkennen, dass sie sich in Männern geirrt haben, weigern sie sich, es zuzugeben. Derartiger Eigensinn ist ein großes Hindernis für den Dialog, denn damit wird es unmöglich, fundamentalistische Überzeugungen und andere Arten überlieferter "Frömmigkeit" in Frage zu stellen und zu modifizieren. Wenn wir feststellen, dass bestimmte Vorstellungen von Beziehung schädlich sind, und dennoch weiterhin daran festhalten, weil Eltern und Großeltern und deren Vorfahren diese Vorstellungen hatten, so wischen wir Gegenargumente mit der Bemerkung vom Tisch, dass etwas so und so ist, weil alle das schon immer geglaubt haben. Wenn wir Fortschritte machen wollen, müssen wir uns anstrengen, solcherlei Ansinnen im Dialog zu meiden.
 

Frauen, die von ihren eigenen Ideen eingenommen sind, sind schwer zu ändern. Denn die Psyche sogar "religiöser" Frauen ist ganz anders als in früheren Zeiten; sie erfordert eine sehr delikate Handhabung. Vielmals finden sich Frauen, die in der Sache 'women-global-ethics' vielleicht große Initiative ergreifen und mehr Begeisterung zeigen, als nötig ist; zeigt man solchen Frauen aber ihre Fehler auf, widersprechen sie nur: leicht kann die Fähigkeit dann in ihnen wachsen Selbstmärtyrerin zu werden. Selbst Engel werden psychische Korrektur im Geist der Verfolgung annehmen, es sogar zu ihrer überzeugten Arbeit machend, gegen jede Art von geistiger Leitung zu kämpfen: jeder Wunsch, jeder Versuch psychologischen Heilens, sie zu korrigieren, wird ihren Widerstand noch stärker machen. In Individualisierung sich anzustrengen, Individuation zu organisieren 'hält die Augen vom Leiden der Welt fern, und lässt die, die darin leben, selbstsüchtig werden; dies bringt nur momentanes Vergnügen, kein wahres Glück' (Pir Vilayat Khan, The Light of the Truth).
 

Drei Welten  α) Frauen, die gewohnt sind zu folgen, jedoch nicht gerne führen (geistige Aufgeschlossenheit bei spiritueller Verhaltensstarre): sie fürchten zu verarmen, würden sie in Kirche und Familie den Mund aufmachen. β) Frauen, die gewohnt sind zu herrschen, ungern aber ganz im Seelischen aufgehen (mentale Aufgeschlossenheit bei geistiger Verhaltensstarre): solche Frauen fürchten, ganz Seele seiend würden sie zu wenig Widerstand leisten, so dass Männer noch ungehemmter mit grenzenlosem Kapitalismus die Völker verführen könnten. γ) Frauen, die ihren Männern geistig folgen und zugleich eine Neue Welt anführen. Kulturelles Mäzenatentum muss diese Schulungen ermöglichen: dass im Dialog Männer Kraft des Heiligen Geistes Frauen zu ihrer spirituellen Berufung führen, während Frauen in heiliger Spiritualität Männern weltpolitisch den Pfad zur humanen Kultur weisen.
 

Schlimme Verwirrungen, Abwesenheiten und Versteckspiele finden in ungeheiligter Liebe statt. Frauen schauen dabei oftmals sogar noch ihren Beraubern oder Vergewaltigern zu: „Wie kann ich einem Räuber Widerstand leisten, wenn ich denke, vielleicht ist er ja auf der spirituellen Seite, die ich nicht von Angesicht zu Angesicht sehe, mein Schutzengel?“ Iblis aber spricht: „Absorbiere ihre Angst, saug sie auf, dass wird ihr Kraft schenken! und schon bald wirst du Mir die gewünschte Macht verleihen.“ Überlassen Frauen Ethik unbewusst den Männern, während sie selbst sich unspirituell im Hintergrund verbergen, dann erlauben sie, dass alle möglichen kollektiven Meinungen ausgesprochen werden, die nicht dem entsprechen, was die in heiligem Geist herabkommenden schöpferischen Seelen denken und fühlen, und was für die Entfaltung des Planetarischen Bewusstseins relevant ist.
 

Besonders unter dem Einfluss eines 'spirituellen Islams' können Männer in face-to-face, ihrer "Anbetung der Frucht des göttlich-weiblichen Ideals", noch egozentrischer werden gegenüber dem Femininen – unversehens hat die unbewusste Weiblichkeit des Mannes, Anima (C. G. Jung), die Kontrolle übernommen. Damit stehen Frauen vor einem Paradox, es nicht Männern gleichzutun. 'Es ist kulturelle Notwendigkeit zum Schutz der eigenen Individualität, sich nicht mit Belanglosigkeiten abzugeben' (Claremont de Castillejo, Knowing Woman). Die Verantwortlichkeit der Männer, das Aussprechen der Situation im Dialog, ermöglicht Frauen, auf der humanen Ebene des dharma, ihren Seelenpartner zu wählen.
 

Bekenntnis eines Musikers  Als Organist war meine Erfahrung in frühester Jugend, dass Frauen beim Rosenkranzgebet das 'Gegrüßet seist du, Maria' mechanisch dahersagen, und im Hochamt tönten der Männer 'Vater Unser'– das auch eine Anrufung der Großen Mutter beinhaltet – wie 'dröhnendes Erz oder lärmende Pauke' (Korinther 13:1). Wären Frauen hingegen mit Überzeugung, echtem Glauben und Hingabe (zu Christus, Frau Hulda und Eástre), hätte alles, was sie im Dialog aussagen, Wirkung; dieser Effekt würde Wunder vollbringen. Daher gilt es als Erstes auf spirituellen Wegen beharrlich zu versuchen – durch Meditation, durch Konzentration, durch Gebet, durch Studium, durch alles, was Frauen tun – das falsche Selbstbewusstsein so weit wie möglich auszulöschen, dass sich die Realität 'Dharma-Geben in Hauskirche' manifestieren kann, jene Nächstenliebe, die doch immer unter verkehrter Selbstbestimmung der Frau begraben liegt. Das spirituelle Bewusstsein der Frauen ist wie eine Quelle, die aus schroffem Stein sprudelt (Exodus 17:6), Wasser, das, sobald Wille an spiritueller Kraft und Stärke gewonnen hat, den Fels des selbstbestimmten Handelns durchbricht und durch Dharma-Geben (tavistock-working-conferences) zum Fluss der Heilung wird (es handelt sich dabei um jene Einweihung, die berechtigt, andere zu initiieren). Ähnlich verhält es sich mit dem 'Götter-Funken aus Elysium' (Beethovens 9. Sinfonie): durch Konzentration [Schwärzung: innigste Verehrung Notre-Dames], dann Weißung [Meditation: 'Nicht die Göttin sondern Gott'] manifestiert sich Seelenadel und wo diese Tochter aus Elysium, der Männer 'weibliche Seite Gottes' sich erbarmt, wäscht Sie alle Irrlichter verirrten Glaubens hinweg. Stellen wir uns den Heiligen Geist als Komponisten vor, dann sind Frauen die Musik, die er als Ausdruck seiner Verherrlichung komponierte. Und statt einer armseligen Erfahrung, dass Liebe so blind macht, dass man sich insgeheim über das Unrecht freut, würden Frauen die Erfahrung machen, dass Gott durch ihre Augen schaut und in Christus Ihre Neue Welt erbaut.
 

Heilen und Dialog  Erwachend aus dem Schlummer ichzentrierter Existenzen, müssen wir uns der Aufgabe des Heilens stellen, in Erkenntnis, dass 'seelisches Glück, Gerechtigkeit, Frieden, Liebe, Wohlstand' für Menschen aller Länder und Völker das Allerwichtigste ist. Wir unterscheiden: Glückseligkeit als sich selbst {Buddha als die Frauen}, sowie Heilung in der Einheit der religiösen Ideale durch The Cultural Creatives {Rama, Shiva, Krishna}. Allerdings: mit Neurosen und Psychosen der Frauen Geld verdienen zu wollen, geht gar nicht! daher ist ein Sponsoring zur Ausbildung geistlich-kultureller Heiler unumgänglich.
 

Von Hauskirche zur Gesellschaft der Gesellschaft  Wenn die weibliche Seele in ihrer geistigen Hauskirche erleuchtet ist, wird sie den Wunsch haben zu heilen und Seelen unter Männern zu finden, die in ähnlicher Weise erleuchtet sind; solche 'Engel und Heilige' werden große Freude und immerwährende Glückseligkeit darin finden, im Dialog eine Neue Welt aufzubauen und sie werden sicherlich von anderen gefunden werden, die kurz vor ihrer Erleuchtung zu Planetarischem Bewusstsein stehen. So kann ein kleines Licht erleuchteter Weiblichkeit in eine Flamme engagierter Bruderschaft verwandelt werden, diese Flamme in eine sehr große Flamme Planetarischen Bewusstseins in der Menschheit.
 

Wie Männer zu ihrer Seele gelangen  Durch die 'Praxis des Dhikr' erwecken manche Sufis bestimmte Fähigkeiten, indem sie die Zentren des autonomen Nervensystems beleben, in denen der Geist den Körper beeinflusst, und die sonst im Schlummerzustand verbleiben würden. Sie steigen mit Hilfe des Atems, Leidenschaften entzündend, gleichsam in einem Aufzug zu den höheren Ebenen der Existenz auf. Und wie Feuer ein Eisen glühend heiß werden lässt, so nimmt der Leib das Aussehen des Feuers an: er leuchtet und entzündet die nachhaltige Liebe im Göttlich-Weiblichen. Vorausgesetzt ein Mann hat sein Ideal verkörpert 'Maria werden: Gott, das Kind hervorbringend' {Krishna, den Genius, der »Kind« und daher menschlich geworden ist: man bringt Gott herunter und erblickt Ihn als mitten unter uns lebend (Pir Vilayat Inayat Khan, Auf der Suche nach dem verborgenen Schatz)}: Wenn der Organismus 'göttliche Weiblichkeit' sich entdeckt durch Entdeckung von Ihm als uns, dann entdeckt sich der Schöpfergeist des Weltalls durch die Offenbarung 'Gott ist Liebe'.
 

Heilung der Welt  Die Weisen Frauen treten durch das Studium der weiblichen Natur und der vier Seelentypen der Männer in die schöpferische Einheit von Frau und Mann, die Individuation Christi verwirklichend, ein, indem sie ihre eigene Persönlichkeit opfern. Humanes Leben, das Neue Leben der Beziehung zwischen Frauen und Männern, beginnt für Frauen in der Unterscheidung zwischen 'Gott als Dharma-gebende Nächstenliebe' und 'Gott als spirituelle Erkenntnis'. Wenn Frauen nicht zwischen beiden unterscheiden, und dadurch den komplementären Aspekt, die Wirkung seelischen Geistes der Männer auf die humanistische Persönlichkeit der Frauen, außer Acht lassen, werden sie im Leben das Glück vermissen. Männer, die dann sagen: „Es gibt keinen Schaden, der Menschen im Mutterleib zugefügt wurde; ich werde nicht auf 'Schuld der Frauen' schauen, sondern weiterhin das große Geschäft mit Frauen machen“, werden mit der Zeit depressiv. Jene aber, welche das dreifache Leiden der Weiblichkeit fühlen, wie auch den Schaden gefühlt, der Männern reaktiv von Frauen zugefügt worden ist, aber Frauen ihre Schuld vergeben wie diese Schuld den Männern vergeben haben, diese Männer sind es, die internationale Friedenskonferenzen leiten und Erfolg haben werden, weil sie das weibliche „Ich bin, der Ich werde sein“ als Liebender von 'Angesicht zu Angesicht' (Numeri 12:8) erfüllt haben.
 

Das Haupt der Medusa  Die Fülle des Lebens der Frauen in unserer Zeit erfordert mehr als bloß 'Körper, Herz und Seele'; sie bedarf des göttlichen Geistes, eines unabhängigen und übergeordneten Komplexes, der offenbar allein imstande ist, alle jene seelischen Möglichkeiten an Visionen, Offenbarungen und Eingebungen des Männlichen, die nur-fromme Frauenselbste nicht manifestieren können, in lebendige Erscheinung zu rufen. Aber wie in Männern jener Eros lebt, der nach blindem, schrankenlosem Nehmen strebt – die höchst Erfolgreichen erfüllt zumeist ein Streben zum Übermenschlichen – so gibt es in Frauen eine Leidenschaft nach jenem negativen Aspekt von 'Medusa-Weiblichkeit', in der Weiblichkeit, um ihrer schöpferischen Überlegenheit willen, alles Leben zum Opfer bringen möchte; 'in dieser Leidenschaft wird feminine Spiritualität zu einer bösartigen Geschwulst' (vgl. C. G. Jung, Seele und Erde), die das Wesen 'Bruderschaft' sinnlos zerstört.
 

Hauskirche-Dialog, Christus und die Kirche  Es kann für Frauen frustrierend sein, Männer zu führen, die keine Anzeichen echter Bereitschaft zeigen, sich geistig anzustrengen. Im 'Dharma-Geben in ihrer Hauskirche' jedoch, lernen Frauen in ihrer zweiten Lebenshälfte, zum sanften Spiegel zu werden. In den unbewussten Prozessen des Dialogs kann sodann diese Kapazität übertragen werden, sodass auch Männer in sich die Kapazität ihres seelischen Ichs empfinden. Indem das Unbewusste der Frauen das Schöpferisch-Seelenvolle der Männer versteht, wandelt sich Glaube zur 'Religion Gottes auf Erden': Planetarisches Bewusstsein wird geboren. Keine Frau kann dann so tief ins Herz ihres Geliebten blicken und sehen, wie dieser ihr gesinnt sei, als ihr Auserwählter ihr ins innerste Herz zu spähen vermag, um dort ihre Zuneigung zu ihm mit immerwährenden Freude zu entdecken. . .
 

In der Natur des Heiligen Geistes der Männer finden Frauen das Felsfundament für die Forderung ihres Lebens. Und es gibt dazu keine anderen Hilfsmittel, die im Dialog als Medium so geeignet sind, wie Augen, die die seelische Geisteshaltung in der kulturalen Perspektive des offenbarten Geistes ausdrücken. Vom Seelenspiegel der Männer, indem dem weiblichen Herzen sein eigenes Seelenlicht reflektiert, offenbart sich das Leben der Frauen zur Planetarischen Zusammenarbeit, was Medusa ihrem tötenden Blick entseelt. Es ist möglich, die Bedingungen auf Planet Erde entscheidend zu verbessern, wenn Frauen gelernt haben ihren Individuationsdrang vermittels des Spiegels des Heiligen Geistes der Männer zu leben, weil dies Das Unbefleckte Herz öffnet, und Frauen sich dadurch selbst kontrollieren und beherrschen können. Von Kulturellem Schöpfergeist zu ihrer geistigen Schönheit erweckt, spricht die Göttin: „Ich, die Herrschaft, die Sammlerin der Güter, Ich selber nun, ich rede und sage euch dieses: Wen ich liebe, denselben mache ich tüchtig, den mache ich zum Brahmanen, einem heiligen Weisen.“ (Atharva-Veda 4.30.3 Göttin Herrschaft). In Widerspiegelung des eigenen 'Heiligen Geistes' werden Frauen 'Christus': Erlöserinnen.
 

Wenn das bedingte Liebesleben der Frauen zu Ende geht, dann sind sie so bewegt, so verzagt, wie ein Vogel, dem man die Flügel abgeschnitten hat. Sie merken es erst einmal allein für sich: 'dass ihre physische Kraft nicht mehr ausreicht, und es nicht mehr geht, und dass ihre erotischen Ansprüche, die sie an sich selbst stellt, um den Mann an sich zu ziehen, nicht mehr funktionieren…' Manche Frau denkt sich: „Lieber hör‘ ich auf, statt dass die Leute sagen: »O Gott, sie lebt in Wollust!«“ Der Zorn der 'Königin der Nacht' wird so, in meditativer Bescheidenheit, in den 'Tanz um das Goldene Kalb' ritualisiert. Sie fühlt ihre Dummheit, zu viel geliebt zu haben, ihr kostbares Potential, in Eitelkeit und Geltungssucht glücklich lieben zu dürfen, einfach an die Welt verschleudert zu haben, der Beeinflussung zur 'Kommerzialisierung der Frau' folgend {vgl. Galater 4:17}; eine Folge, dass weder Unterscheidungskraft noch der universale Wille spirituell entwickelt waren. Genau hier ist die Chance für den Wandel, dass die Weisen Frauen nunmehr den jungen Frauen offenbaren 'wie sie sein könnten, wenn sie wären, wie sie zu sein vermögen.' Die Menschen werden nicht Religion verstehen, bevor sie sich nicht selbst verstanden haben. So wie der Mensch Gott verherrlicht, so verherrlicht Gott Ihn, damit das Werk die Künstler verherrlicht, und Engel loben: 'Gott verherrlicht sich in Ewigkeit.' Auf die Geschlechter bezogen bedeutet dies: So wie die Frau 'die Heilige Jungfrau' verherrlicht, so verherrlicht 'die Kosmische Mutter' sie. 'Der Sohn im Vater, der Vater im Sohn' ist Pfad der Männer: 'Vater, ich habe dich auf der Erde verherrlicht, jetzt verherrliche du mich' (Johannes 17:4-5); 'Mein Sohn bist du, heute habe ich dich gezeugt!' (Psalm 2:7). Jungfräulich geboren als 'reiner Gottessohn' meint die direkte Kreativität des Universums, die wunderbare Empfängnis intuitiver Offenbarung. Dies Omega des Männlichen ist von den 'Boten' geweissagt als das Alpha des Weiblichen; was aber nicht den heiligen Zeugungsakt meint, in dem Gott die Stelle eines Mannes einnimmt, sondern jenen schöpferischen Neuanfang, in dem sich die 'Messiashoffnung' auf eine Weise erfüllt, dass gerechte, geheiligte, heilsame Frauen 'Gottes Herrschaft' verwirklichen, was zugleich die Erwartungen aller Völker erfüllt. Es sind jene Frauen, in deren Mitte eine 'junge Frau' nicht mehr „Feindin“ genannt, sondern 'Gott mit uns' gerufen wird, da sie das Heilige Ideal, 'von Gott begnadet und ohne jede Beiwohnung empfangen', als ihre Seele geboren hat. Eine größere Ehrung der Frau, auf diese Weise Tempel (Lukas 17:21) zu werden, ist nicht vorstellbar. Männer-Spiritualität, das auf die eigene Person bezogene, egoistische Leben, ohne ihr Alpha, die das Weibliche schützende sittliche Gemeinschaft, endet im geistigen Tod: 'Man trennt sich, isoliert sich, sondert sich von den anderen ab, und das ist der Tod' (Aïvanhov) aus dem kein kulturelles Leben blüht.
 

'Es ist also absolut notwendig, zu sterben, denn solange wir am Leben sind,
mangelt es uns an Sinn' (Pier Paolo Pasolini): Das Neue Werden und das Sterben
Ist uns gleich wie Dämmerung Wo Tag die Nacht begreift Und sanft berührend,
sie Sich beid' erkennend, Versöhnung schenken, Werden: Eins.
 

Das scheinbare Sterben des Körpers ist die wirkliche Geburt der Seele; dabei muss dem inneren Tod [die Auflösung der Erde zu Wasser] in das Zentrum seines Wesens hinein – 'Devotion zum Herrn': 'Aufgenommen in den Himmel', einer Engelwerdung des Herzens entgegen – der äußere Tod folgen, der Seele Feuergeburt in die Leere, jenem abstrakten Verstand der Nächstenliebe, die unserer konkretisierten spirituellen Natur die Türe öffnet zur 'Freude des Schönen Götterfunkens', des reinen Geistes planetarischen Bewusstseins. Aus dem Zusammenklingen der 'Vier Weisen des Evangeliums' entsteht Planetarisches Bewusstsein; es sind die vier Arten der Liebe: die weiblichen Körper geistlich lieben und den Geist des Männlichen geistlich lieben, den kulturellen schöpferischen Geist des Mannes lieben und den spirituellen Körper der Frau mit der Essenz des heiligen Geistes befruchten. Wird unsere Vorstellungskraft durch den Glauben geistig gestärkt, sodann beten wir nicht nur zu Gott, sondern lieben vor Gott in der Gegenwart Gottes des Herrn.
 

Die Göttliche Mutter (arabisch: Manat, AlLat, AlUzza) ist der positive Aspekt der Neuen Ethik: Sie ist jene expressive Kraft, die spricht; wohingegen The Cultural Creatives der negative Aspekte jener mariengleichen Kraft ist, die auf Eingebung, Intuition, Inspiration, Offenbarung hört und gehorcht.

 

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MILLENNIUM  MUSIC  POETRY
essence  Alpha et Omega

Inhaltsverzeichnis der einzelnen Kapitel:

Symphony Universel: sacred-music-festival
»significatio passiva«

Zhikr
Prolog
A. Das Buch der Gesänge
B.
Situation: Anamnesis und anā-Lyse
C.
I. Von den Inneren Bildern
     II. Von der Herren-Vernunft
D. Dieu sensible au Cœur
E.
Vulnerabilität des Herzens und spirituelle Resilienz
F.
Die Antwort des Universums: 'Gottes Wundertaten'
G.
Fragen
H.
Appell an die Frauen
I.
Global Warning
   Zerstörung von Religion, Bildung und Kultur
J. Religionskriege
K.
Ethik und Planetarisches Bewusstsein
L.
Wissen und Vision
M.
I. Der Menschen geheiligte Intelligenz ist die Schöpferin des Neuen Zeitalters
    
II. Die Verehrung der Weiblichen Seite Gottes
    
III.
Von den heilenden und verbindenden Kräften
    
IV.
Von der Bedeutung des Erbarmens
    
V.
Der Heilige Gral – Am Abend wird Licht sein
    
VI.
Die Vermählung Gottes
N.
Kulturelles Herz und Unbefleckte Empfängnis
O.
Beziehungs-Situation auf Planet Erde
P.
Über heilende Hormone und vergiftende Stoffe
Q.
Integral Ethics Unity in Multiplicity
    
Dialog
R. Women-Universel-Global-Ethics
S. Healing – Awakening of Womanity
T. Interreligious Sciences of Sacred Art-Therapy
U. Ethics Conference on Dialogue
V. Transcultural Mentoring
W.
Kultur und Gemeinschaft
X.
Gebete und Gesänge
Y.
Universel – Intertextual Human Experience
Z.
last words
Interreligious Sciences of Sacred Art-Therapy (ISSAT)
Omega
Responsorium Graduale
The Cosmic Mandala
Vom Flügelschlag der Schmetterlinge