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Inhaltsverzeichnis   essence  Alpha et Omega

 

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composer Tiagaraja Adil Christoph Allenstein, © 2021   
aus:  Millennium Music Poetry  DAS BUCH DER GESÄNGE  

 

 


U.  Ethics Conference on Dialogue


Dialog braucht Grundlagen: sonst besteht Gefahr, dass sich neurotische und psychotische Muster verstärken. Männer, die sich in erster Linie um ihre Persönlichkeit und ihr Wohl in dieser Welt kümmern, werden keinen Nutzen von religiösen Unterweisungen über 'Den Geliebten Herrn' haben, bevor sie nicht ausdrücklich ihr Wort gegeben, sich für den Schutz des Weiblichen sowie das Wohl ihrer eigenen Seele einzusetzen. Ebenso fallen bei Frauen mit psychotischen Schuldgefühlen Unterweisungen über 'Die Große Mutter' und 'Die Große Göttin' auf einen ungesunden Boden: hier liegen die Grundlagen in Retreats zur Stärkung der spirituellen Persönlichkeit, bevor überhaupt „Frau Holles Bett“ gemacht werden kann. Wenn es richtig ist, dass die Verursachung psychosomatischer Erkrankungen der Frauen in den Intimitäten psychosexuellen Lebens neurotischer Männer gefunden wird, und Chaos, Krankheiten, Kriege und Seuchen Reaktionen auf diesen Ausdruck irreligiösen Begehrens sind, so kann Dialog nicht anders, als das Geheimnis seelenloser Interreligiosität verraten.
 

Was muss in psyche-analytischem Dialog, in der allgemeinen Aussprache mit Hilfe des Heiligen Geistes, uns, als nächstenliebende Menschen, gelingen? – Im Licht erleuchteter Seelen, unsere eigene Persönlichkeit zu überzeugen, dass unsere Zukunft und die der ganzen Menschheit, von der Verstärkung unseres humanen Gewissens abhängig ist, dass nämlich die großen Fehler in unserem Leben – spirituelle Neurosen (Wettbewerb, Konsum, Genuss, Krieg, Rassenhass, Völkerhass) und fromme Psychosen (Krankheit, Epidemien, Einsamkeit, Leiden, Entsagung) – dem Mangel an Universalem Gemeinwesen entspringen, was als Minderwertigkeitskomplexe – 'als verderbliche Versuche, eine gewisse Situation auf unstatthafte und unzweckmäßige Weise zu lösen' (Alfred Adler) – aufzufassen sind.
 

Männer in gleichem geistlich-ritterlichen Denken sowie gleicher kultureller Sichtweise, nämlich der Entfaltung des Wirkens spiritueller Weiblichkeit durch den schöpferischen männlichen Geist, werden mit der Tendenz einen exklusiven Kreis zu bilden, zueinander hingezogen – marianisch-priesterliche Manier neigt dazu, sich von der Mehrheit anderer Männer, welche spirituelle Eigenliebe frönen oder 'Adam und Eva' spielen, abzusondern. Und so ist es auch bei den Mystikerinnen unserer Zeit; sie teilen ihre Ideen nur wenigen Gleichgesinnten mit. In verschiedenen Zeitaltern sind diese Frauen aufgetaucht und haben psychoanalytische Denkschulen der Weisheit gegründet; das Verständnis vom Leben war dabei ein und dasselbe: Frauen, die sich unter den verschiedenen atmosphärischen Bedingungen ihrer Männer entfalten, variieren in ihrer schöpferischen Persönlichkeit, der Form planetarischen Handelns, entsprechend dem Archetyp 'Rama, Krishna oder Shiva' mit dem sie ehelich verbunden sind; sie behalten jedoch die seelischen Eigenschaften Buddhas bei. Narzisstische Strukturen sind es, in denen Männer ihren Rückzug vom Gemeinwesen antreten, sich vor einer drohenden Niederlage, einem Verlust ihres Persönlichkeitsgefühls, fürchtend, und sich durch 'großmächtige Ritterschaft', dem Pfad der 'König der Könige' zu schützen trachten, mit den Folgen für die Menschheit: Gewalt, Krieg und Pandemie. Der 'gottgeweihte geistliche Ritter', welcher mit Hochzeitsgewand den Tempel Universel baut, hat seinen Geist auf 'Die Große Mutter' gerichtet; während der Nichtgottgeweihte, für die Befriedigung der geistlosen Sinne tätig ist – in der das weibliche Gemüt erkrankt.
 

Der Unterschied zwischen natürlichen Frauen und Frauen in planetarischem Bewusstsein besteht nicht etwa darin, dass die ersteren des höheren geistig-spirituellen Elements völlig bar wären, sondern darin, dass das erleuchtete Wesen in Frauen von sich aus nicht die Kraft zu Planetarischem Bewusstsein hat und dass, um dieses zu bekommen, es quasi erst „befruchtet“ werden muss durch den schöpferischen Akt zu pfingstlichem Gemeinwesen (W. Solowjew, Die Rechtfertigung des Guten). Es sind jene Männer, die ganz 'Maria geworden, von der Kraft des Höchsten überschattet' Gottes-Kindschaft (Johannes 1:12-13) verleihen. Denn die Sonne der Gerechtigkeit ist aufgegangen, und ihre Flügel bringen Heilung. Und sie werden hinausgehen und Freudensprünge machen, wie Kälber, die aus dem Stall kommen. (Maleachi 3:20).
 

'Das eigentliche Ziel paternaler Spiritualität liegt in der Transformation der weiblichen Natur selbst, die, so wie sie ist, sich dauernd dem totalitären Prozess entgegenstellt, dem ungeheuerlichen Experiment, Spontaneität als weibliche Verhaltungsweise abzuschaffen und Frausein in ein Ding zu verwandeln, das unter gleichen Bedingungen sich immer gleich verhalten wird.' (nach Hannah Arendt, Elemente und Ursprünge totaler Herrschaft). Doch auch "Religion" wird erwiesenermaßen nichts erreichen, wenn sie Frauen heutzutage zu überreden sucht, dass es besser wäre, wenn Weiblichkeit ihren Verliebtheitswahn gegenüber fragilen Männern, oder physischer -, mentaler - oder spirituell starker Maskulinität, einfach sein ließe. Wenn Frauen von der Leidenschaft des 'auf ihre eigene Art geliebt zu haben' (L. Tolstoi) – mit den Folgen unvorhergesehener Krankheit oder lebenslangem Unglücklichsein – wirklich zu kurieren vermögen, so geschieht dies darum, weil es geglückt ist, auf subtile imaginative Herzenskräfte der weiblichen Seele einzuwirken, nicht aber auf transpersonale Vernunft. Der psychoanalytische Dialog der Kulturell-Kreativen kann die intelligent wirkende organische Fähigkeit einer 'Liebe zu den erleuchteten Seelen: als Ramas, Krishnas, Shivas und Buddhas in der jetzigen Zeit' in Frauen wachrufen, die bis zu diesem Moment geschlummert hat; was eine wirksamere Heilkraft auszuüben vermag als der bewusste Wille der Männer zu spirituellem 'Universellen Gottesdienst'. Wie aber vermag Dialog dies zu tun? Entweder ist durch den Einfluss des Heiligen Geistes dem kollektiven Weiblichen Kraft zum „Nein!“ verliehen worden, oder die eigene Predigt zur 'Lehre des Herrn' hat eine Liebe zur Schönheit aufgeweckt und das Gewissen der Neuen Weiblichkeit hat im Geist der Führung ihre Quelle von göttlicher Macht 'Nom-du-Père' erschlossen, die bis dahin im Wesen »Frau« als verschollen galt. Strenge – das »Nein« spiritueller Weiblichkeit – vermag die Kulturell Kreativen an das Marianische Ideal zu erinnern, durch Dialog die leidende Weiblichkeit wieder zum „Ja“ der Liebe zu führen.
 

Vom Fischen mit der Rute (Schubert op. 32 / D550) und dem „Nein“ der Liebe Gottes
Ein Mann, der glaubt, dass, indem er seinem eigenen Wunsche nachgibt 'auf den Grund herunterzusteigen und gesund zu werden', sich mit dem Göttlich Weiblichen verbunden zu haben, 'lockt hinauf in Todesglut' (Goethe, Der Fischer), von Maya irregeführt findet er sich im Staube noch größeren Mühsals des Lebens wieder (Genesis 3:17). Das Gleichnis vom Sämann (Matthäus 13:1-9) lehrt, dass es auf die Beschaffenheit des Ackers ankommt, ob die Samen später gedeihen und sich entwickeln können; aber ohne „Non du Père“, Gottes Strenge als Frau, gibt es weder fruchtbringende Samen noch guten Ackerboden; und so wachsen 'Dornen1 und Disteln' (Genesis 3:18). Solange Männer nicht mit vollendeter spiritueller Praxis die Tiefe ihres Herzens auf die notwendige Qualität der 'Weisheit der Göttlichen Mutter' zu seelischem Erbarmen vorbereitet haben, solange wird selbst das beste Vortragen von all den Wundertaten und Lehren Heiliger und Propheten nicht viel nützen.

1 Rosen haben Stacheln, keine Dornen; Rosenstacheln lassen sich als Auswüchse der Oberhaut leicht
entfernen: sind Männer zu ihrer Seele erwacht 'tragen die Dornen Rosen' (Maria durch ein Dornwald ging).

 

Von der Heilkraft Notre Dames im Dialog ihrer heiligen Engel (Bach-Arie BWV 19 Nr. 5)
Dass Frauen Autorität und Egokultur beim Mann schätzen, beruht auf Projektion; da sie selbst dies für "gut" bei sich befinden. Entsprechend projizieren Männer auf Mütter und Ehefrauen am wenigsten 'Das Unbefleckte Herz der weiblichen Gottheit', sondern jenes eigene innere Bild, das wohl am ehesten ihrer eigenen Mutter entspricht. So entstehen Anarchie, politischer Nationalismus, kapitalistischer Zentralstaat, Imperialismus aus falschen und bloß leibhaft-sinnlichen Individualismen – ohne jeglichen Gemeinsinn. Um unsere Projektionen zu überwinden, müssen wir das Übel von jeweils zwei einander entgegengesetzten Standpunkten sehen: 'Satan', besiegt von der Erkenntnis spiritueller Weiblichkeit; und die 'Dämonen' weichen dem Erbarmen kultureller brüderlicher Engel. In anderen Worten ausgedrückt: Missverständnisse zwischen Männern und Frauen treten auf, wenn 'Satanische Verse' mit Dämonen regieren; 'Liebe, Harmonie und Schönheit' wächst im Dialog der Kulturell-Kreativen unter dem Blick der spirituellen Weiblichkeit.

 

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MILLENNIUM  MUSIC  POETRY
essence  Alpha et Omega

Inhaltsverzeichnis der einzelnen Kapitel:

Symphony Universel: sacred-music-festival
»significatio passiva«
Zhikr
Prolog
A. Das Buch der Gesänge
B.
Situation: Anamnesis und anā-Lyse
C.
I. Von den Inneren Bildern
     II. Von der Herren-Vernunft
D.
Dieu sensible au Cœur
E.
Vulnerabilität des Herzens und spirituelle Resilienz
F.
Die Antwort des Universums: 'Gottes Wundertaten'
G.
Fragen
H.
Appell an die Frauen
I.
Global Warning
   Zerstörung von Religion, Bildung und Kultur
J. Religionskriege
K.
Ethik und Planetarisches Bewusstsein
L.
Wissen und Vision
M.
I. Der Menschen geheiligte Intelligenz ist die Schöpferin des Neuen Zeitalters
    
II. Die Verehrung der Weiblichen Seite Gottes
    
III.
Von den heilenden und verbindenden Kräften
    
IV.
Von der Bedeutung des Erbarmens
    
V.
Der Heilige Gral – Am Abend wird Licht sein
    
VI.
Die Vermählung Gottes
N.
Kulturelles Herz und Unbefleckte Empfängnis
O.
Beziehungs-Situation auf Planet Erde
P.
Über heilende Hormone und vergiftende Stoffe
Q.
Integral Ethics Unity in Multiplicity
    
Dialog
R. Women-Universel-Global-Ethics
S. Healing – Awakening of Womanity
T. Interreligious Sciences of Sacred Art-Therapy
U. Ethics Conference on Dialogue
V. Transcultural Mentoring
W.
Kultur und Gemeinschaft
X.
Gebete und Gesänge
Y.
Universel – Intertextual Human Experience
Z.
last words
Interreligious Sciences of Sacred Art-Therapy (ISSAT)
Omega
Responsorium Graduale
The Cosmic Mandala
Vom Flügelschlag der Schmetterlinge